DAS LIED VON DER ERDE verbotene Musik der NS-Zeit

DAS LIED VON DER ERDE verbotene Musik der NS-Zeit

gefördert durch den Kulturfonds Bayern 2025 des Freistaats Bayern, Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst Markus Blume und der privaten Sponsorin Kristi Prenn und anderen Firmen
Freunde des Ensembles Cosi Facciamo e.V.

Das Lied von der Erde
Eine musikalische Performance als Reflexion zu 80 Jahren Kriegsende

Schirmherr Frido Mann Autor, Psychotherapeut
weitere Vorstellungen in Bayern geplant

 

Wir erinnern – und machen Mut.
Dieser Musiktheaterabend berührt und blickt gleichzeitig nach vorne. Wir spielen, singen und rezitieren für Dich Texte, Lieder und Musik, die einst als „zersetzend“ galten, als „entartet” diffamiert und verboten wurden. Heute wollen wir sie feiern als Schatz einer unterdrückten Klangwelt.
So kommen die Stimmen jener zu Wort, die vertrieben wurden. Ihre Werke: einst ausradiert, jetzt im Rampenlicht.
 
Hollywood, der Broadway, zeitgenössische klassische Musik – vieles von dem, was heute die Weltbühne prägt, begann in den 20er und 30er Jahren in Deutschland. In einer Musiklandschaft, die damals lebendiger war als je zuvor – bis sie gleichgeschaltet wurde.
Zwischen großer Unterhaltung, swingenden Rhythmen und klassischer Tiefe entfaltet sich ein Klangpanorama, das Grenzen sprengt und Herzen öffnet.
Im Kern steht dabei die Liebe zur Welt, zur Natur, zum Leben, zur Vielfalt.
Ein Abend, der Erinnern, Gefühl und Klang vereint – und der vielleicht ein kleines Stück Hoffnung in die Welt singt.

Musik von Fanny und Felix Mendelsohn, Alma & Gustav Mahler, Max Bruch, Ernst Krenek, Heinrich Kaminsky, Ilse Weber, Kurt Weill, Hans Eisler, Georg Kreisler u.a.
Texte von Heinrich Heine, Franz Kafka, Fania Fenelon, Thomas Mann, Carl Zuckmayer, Dietrich Bonhoeffer, Elfriede Jelinek, Peter Grandl, Elisabeth Frischauf (UA)

Cast

Sopran/Idee: Stephanie Krug
Sprecher: Stefan Wilkening

Tänzer: Alberto Pagani

 

Regie / Konzept: Martina Veh

Soundscape: Christoph Reiserer 


Kammerensemble cosifacciamo
Musikalische Leitung: Maria Fitzgerald
Komposition soundscape: Christoph Reiserer

UA Gedichte: Elsiabeth Frischauf (NYC)


Dramaturgie: Peter Sampel
Video weareVideo München (Raphael Kurig, Christian Gasteiger)
Licht: Wieland Müller Haslinger

MY POINT OF VIEW

Standpunkte einer Stückentwicklung, von Martina Veh (Regie)

 

Musik ist Träger von Emotion, schon immer Träger von Identitäten, wenn wir an Volksmusik denken. Doch sie ist auch Träger von menschlichen Grundzuständen im Angesicht von Vergänglichkeit und Unbewusstem, das sie zu Tage fördern kann. Musik setzt Kräfte frei, die ebenso stark für Revolten, Revolutionen oder auch Kriegstreibern benutzt werden. Aus der Perspektive rechtsextremer Kräfte scheint die Freiheit der Kunst auch heute etwas zu sein, das es zu fürchten, zu unterwerfen gilt. In einer Zeit, die mit dem Begriff von Wahrheit sehr flexibel umgeht, um Tür und Tor für jede Art der Manipulation zu öffnen.

Wir standen also zu Beginn von „Das Lied von der Erde“ vor verschiedensten Aspekten, sowohl historisch als auch mit Blick auf das heutige Weltgeschehen. Die intensive Recherche zum Schicksal der Komponistinnen und Komponisten sowie Autorinnen und Autoren, die von der NS-Diktatur verfolgt wurden, steht im Mittelpunkt der Arbeit. Was Sie heute Abend erleben, ist bei Weitem nur die Spitze eines Eisberges und als ausschnitthafte Musiktheater-Skizze zum Thema zu betrachten.

Gleich drei indirekte Zeitzeugen sind prägend für unseren Abend: Dr. Frido Mann, den ich als Autor eines gemeinsam entwickelten Musiktheaters – Presidet Jekyll -  vor vielen Jahren, ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Christoph Reiserer, kennengelernt habe, und dessen Großvaters Stimme Sie heute Abend hören werden... Kristi Prenn hat uns ganz wesentlich unterstützt, die späte Ehefrau von Daniel Prenn, dem als weltberühmten deutschen Tennisspieler unter Hitler die „Arisierung“ angeboten wurde, die er ablehnte und nach England flüchtete. Und natürlich Elisabeth Frischauf, die in der Upper West Side von Manhattan, New York, aufgewachsen ist als Tochter von Else Frischauf (geb. Pappenheim, 1911 – 2009), der Psychoanalytikerin, die 1938 vor den Nazis aus Wien über das Mandatsgebiet Palästina in die USA floh. Es ist uns eine sehr große Ehre, zwei, bzw. in Ausschnitten drei ihrer Gedichte heute – eingesprochen von ihr selbst - in Deutschland uraufführen zu dürfen.

Wir beenden den Abend mit einer Version von Gustavs Mahlers Abschied aus dem sinfonischen Liederzyklus Das Lied von der Erde (1909) in einer sehr speziellen Orchesterbesetzung, inspiriert durch die Initialidee zu unserem Musiktheaterabend: Das Buch der Sängerin und Holocaustüberlebenden Fania Fenelon, Das Mädchenorchester von Auschwitz: Im Frauenlager kämpfte unter der Leitung der Nichte Gustav Mahlers eine Gruppe von jungen Frauen ums Überleben durch die Etablierung eines kleinen Orchesters mit zusammengewürfelter Besetzung - bedingt durch die Instrumente, die im Lager aufzutreiben waren. Mit Gustav Mahler begleiten wir Sie auf einem Video-Spaziergang durch das heutige München: So sehen Sie eine Fahrt durch unsere Welt, in der wir leben, und in der wir die Geschichte, in uns, um uns herum, vielleicht nicht immer bemerken…

Standpunkte einer Stückentwicklung, von Martina Veh (Regie)

 

Musik ist Träger von Emotion, schon immer Träger von Identitäten, wenn wir an Volksmusik denken. Doch sie ist auch Träger von menschlichen Grundzuständen im Angesicht von Vergänglichkeit und Unbewusstem, das sie zu Tage fördern kann. Musik setzt Kräfte frei, die ebenso stark für Revolten, Revolutionen oder auch Kriegstreibern benutzt werden. Aus der Perspektive rechtsextremer Kräfte scheint die Freiheit der Kunst auch heute etwas zu sein, das es zu fürchten, zu unterwerfen gilt. In einer Zeit, die mit dem Begriff von Wahrheit sehr flexibel umgeht, um Tür und Tor für jede Art der Manipulation zu öffnen.

Wir standen also zu Beginn von „Das Lied von der Erde“ vor verschiedensten Aspekten, sowohl historisch als auch mit Blick auf das heutige Weltgeschehen. Die intensive Recherche zum Schicksal der Komponistinnen und Komponisten sowie Autorinnen und Autoren, die von der NS-Diktatur verfolgt wurden, steht im Mittelpunkt der Arbeit. Was Sie heute Abend erleben, ist bei Weitem nur die Spitze eines Eisberges und als ausschnitthafte Musiktheater-Skizze zum Thema zu betrachten.

Gleich drei indirekte Zeitzeugen sind prägend für unseren Abend: Dr. Frido Mann, den ich als Autor eines gemeinsam entwickelten Musiktheaters – Presidet Jekyll -  vor vielen Jahren, ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Christoph Reiserer, kennengelernt habe, und dessen Großvaters Stimme Sie heute Abend hören werden... Kristi Prenn hat uns ganz wesentlich unterstützt, die späte Ehefrau von Daniel Prenn, dem als weltberühmten deutschen Tennisspieler unter Hitler die „Arisierung“ angeboten wurde, die er ablehnte und nach England flüchtete. Und natürlich Elisabeth Frischauf, die in der Upper West Side von Manhattan, New York, aufgewachsen ist als Tochter von Else Frischauf (geb. Pappenheim, 1911 – 2009), der Psychoanalytikerin, die 1938 vor den Nazis aus Wien über das Mandatsgebiet Palästina in die USA floh. Es ist uns eine sehr große Ehre, zwei, bzw. in Ausschnitten drei ihrer Gedichte heute – eingesprochen von ihr selbst - in Deutschland uraufführen zu dürfen.

Wir beenden den Abend mit einer Version von Gustavs Mahlers Abschied aus dem sinfonischen Liederzyklus Das Lied von der Erde (1909) in einer sehr speziellen Orchesterbesetzung, inspiriert durch die Initialidee zu unserem Musiktheaterabend: Das Buch der Sängerin und Holocaustüberlebenden Fania Fenelon, Das Mädchenorchester von Auschwitz: Im Frauenlager kämpfte unter der Leitung der Nichte Gustav Mahlers eine Gruppe von jungen Frauen ums Überleben durch die Etablierung eines kleinen Orchesters mit zusammengewürfelter Besetzung - bedingt durch die Instrumente, die im Lager aufzutreiben waren. Mit Gustav Mahler begleiten wir Sie auf einem Video-Spaziergang durch das heutige München: So sehen Sie eine Fahrt durch unsere Welt, in der wir leben, und in der wir die Geschichte, in uns, um uns herum, vielleicht nicht immer bemerken…

Video

PRESS

FEIER DER VIELFALT

„Ganz großer Applaus im vollbesetzen Kurhaus für alle Mitwirkenden!… Man mußte sich fast kneifen, um es wirklich zu glauben: Ja hier draußen in der Provinz fand die Premiere statt,

Auf der Bühne beeindruckten Stephanie Krug und Andreas Wittmann… Herausragend auch die Auftritte von Alberto Pagani, der mit seinem Tanz eine Art Kommentar zur Musik und Sprache beisteuerte und mit dem Ausdruck zusätzlich Spannung erzeugte…“

Rainer Bannier Tölzer Kurier

 

EINE MUSIKALISCHE PERFORMANCE ALS TABLEAU DES GEDENKENS

MARTINA VEHS ABEND IN MÜNCHEN

„Veh entwirft ein riesiges Tableau  -  Der Abend verlangt viel, notwendig viel“

Egbert Tholl, SZ

 

„Phänomenal!“

Dr. Eike Grunert, Jurist

 

„Es war ein ganz starker Abend! Eine große Leistung! Die Sängerin super! Das kleine Orchester so fein, auch der Sprecher hat mir richtig gut gefallen. Ein Abend, der nachwirkt.“

Gaby Dinsenbacher, Dokumentarfilmerin und Fernsehregisseurin

 

 

 

 „Es war ein wunderbarer Abend, es waren alle sehr authentisch -  hohes Niveau – Gratulation! “

Monika Lenz,  Prof. für Gesang i.R. Mozarteum Salzburg

 

„Dieser Abend war eine Bereicherung fürs Tölzer Musikleben und, wie der Kollege schrieb, eigentlich unvorstellbar in der Tölzer Provinz. Mir hat Stephan Wilkening sehr gut gefallen, die Idee des Tänzers war klasse, Der Vortrag der Sängerin etwa von Georg Kreisler überragend.

Mich hat ein Abiturient angesprochen, der schwer beeindruckt war und bei den Berichten aus Theresienstadt bald geheult hätte, wie er sagte “

Christoph Schnitzer, Journalist und Autor

 

„Herzlichen Glückwunsch zu dieser absolut gelungenen Veranstaltung! Ich war völlig begeistert von der Auswahl der Textauszüge, von dem abwechslungsreichen Programm, von den vielen Einfällen der Regie, den verschiedenen visuellen Effekten, großartig, sehr kurzweilig! Die Schüler waren auch schon in der Pause total geflasht! Ich bin sehr dankbar, dass sie so etwas erleben dürfen!

Britta Schultheiß, Studienrätin Deutsch Englisch FOSBOS mit Schülergruppe

 

„Das war tief beeindruckend, was ihr auf der Bühne erzählt habt. Danke!“

Stefanie Pütz, Kunstlehrerin Gymnasium

 

„Das Arrangement der Quellen macht den Verlust der Stimmen erlebbar, die in der Aufführung vernehmbar werden. Es war eine Freude daran mitwirken zu dürfen“

Pfarrer Dr. Urs Espeel, Mitglied evang. Männerchor