WORK

LAZARUS oder DIE FEIER DER AUFERSTEHUNG
LAZARUS oder
DIE FEIER DER AUFERSTEHUNG
Eine Opernperformance aus Musik-Text-Licht-Architektur
nach Franz Schubert/Alexander Strauch/Richard France (aus The Blind)
Bayerische Theaterakademie August Everding und Hochschule für Musik und Theater München
mit dem Studiengang Musiktheater/Operngesang
in Kooperation mit dem Bergson Kunstkraftwerk
Premiere 25.10.2025 um 19.30
Weitere Vorstellungen: 26.10.(15:00 Uhr und 19:30 Uhr)
Werkeinführung jeweils eine halbe Stunde vor der Vorstellung im Bergson Kunstkraftwerk
Erstmals Oper im Bergson Kunstkraftwerk! Genauer gesagt im Atrium, der gigantischen Kesselhalle des ehemaligen Heizwerks. Du kannst dort Studierende der Bayerischen Theaterakademie August Everding gemeinsam mit den Bergson Artists erleben, wenn sie die wunderbare Musik des Opernfragments Lazarus von Franz Schubert zum Leben erwecken
Sterben, auf(er)stehen, weiterleben – wie geht man mit der eigenen Sterblichkeit um? Franz Schuberts Lazarus endet vor der Auferstehung, Barrabas verzweifelt in Richard Frances The Blind am geschenkten Leben. Regisseurin Martina Veh und Komponist Alexander Strauch verbinden die Fragmente und fragen nach Schuld, Erlösung und Gerechtigkeit in einer zerrissenen Welt.
Cast
Musikalische Leitung: Joachim Tschiedel
Inszenierung: Martina Veh
Bühne und Kostüme: Christl Wein
Komposition: Alexander Strauch
Dramaturgie: Annabell Strobel, Lea Vaterlaus
Licht: Ramona Lehnert
Regieassistenz und Abendspielleitung: Ursula Beck
Kostümbildassistenz: Lucia Flaig
Hospitanz: Anja Sefzig
BERGSON ARTISTS:
Flügel: Joachim Tschiedel, Nathan Harris, Czinszka Rédai
Klarinetten: N.N., N.N.; Posaunen: N.N., N.N., N.N.
MARIA: Rusnê Tuslaite
MARTHA: Lilian von der Nahmer
JEMINA: Alina Berit Göke
LAZARUS: Henrique Lencastre
NATHANAEL: Mose Lee
SIMON: Yuho Stén
BARRABAS (Schauspieler): Cosimo Scherrer, Ivo Borger, Laurens Gujber
Chor:
Julia Schneider, Madeleine Wulff, JaeYoon Woo, Tatsuki Sakamoto
MY POINT OF VIEW
Dramatugie-Studentinnen Lea Vaterlaus und Annabell Strobel von der Theaterakademie verfasst haben, wie ich finde sehr prägnant und treffend. Diesen Taxt hat die PR Abteilung im Prinzi vorliegen meines Wissens:
Sterben, auf(er)stehen, weiterleben – wie geht man mit der eigenen Sterblichkeit um? Im Angesicht von Kriegen, Krankheit und Klimakrise rückt diese Frage bedrohlich nah. Wer muss sterben, wer darf leben? In Franz Schuberts unvollendeter Kantate Lazarus steht ein Sterbender vor der Rückkehr ins Leben. Das Werk bricht jedoch vor der Auferstehung ab. Barrabas, einem verurteilten Mörder, wird in Richard Frances Monodrama The Blind ein neues Leben geschenkt, an welchem er jedoch verzweifelt. Regisseurin Martina Veh und Komponist Alexander Strauch verbinden die Fragmente und fragen nach Schuld, Erlösung und Gerechtigkeit in einer zerrissenen Welt.
Sterben, auf(er)stehen, weiterleben – wie geht man mit der eigenen Sterblichkeit um? Franz Schuberts Lazarus endet vor der Auferstehung, Barrabas verzweifelt in Richard Frances The Blind am geschenkten Leben. Regisseurin Martina Veh und Komponist Alexander Strauch verbinden die Fragmente und fragen nach Schuld, Erlösung und Gerechtigkeit in einer zerrissenen Welt. von Lea Vaterlaus und Annabell Strobel
Interview zu LAZARUS oder die Feier der Auferstehung
an Martina Veh (Inszenierung)
- Worum geht es in „Lazarus“?
Es geht um das Lieben, Leben, Leiden angesichts unserer Sterblichkeit. Wir begegnen heutigen Charakteren, die sich im Kontext von Krieg, Krankheit, Klimakrise und dem Verlorensein in einer „überladenen“ Welt wiederfinden. In Franz Schuberts unvollendetem Oratorium LAZARUS steht ein Sterbender vor der Rückkehr ins Leben.
Schubert war 23 Jahre alt als er dieses Werk schrieb. Die Musik ist von tiefer Romantik geprägt und von unfassbarer Schönheit! Unwirklich schön. Mit der Romantik ist eine Art Todessehnsucht verbunden. Allerdings bricht Schuberts Musik vor der Auferstehung ab – Man sagt, dass einige Notenblätter bei einem Fischhändler gerettet werden konnten, bevor sie als Einwickelpapier verwendet wurden.
Vielleicht gab es sie auch, diese Musik zur Auferstehung, nur sind sie einfach zwischen Fischresten verrottet?
Auch unsere Darsteller, die Studenten der Bayerischen Theaterakademie im Fach Operngesang und Schauspiel sind etwa 23 Jahre alt und befassen sich mit der Frage nach der Hoffnung und den Sehnsüchten in unserem Leben.
- Es ist keine klassische Oper, sondern mit „Opern-Performance“ überschrieben. Was meint das?
Mit diesem Wort ist ein Musiktheater gemeint, das sich nicht nur an den Verstand wendet, sondern das Emotionale in uns Menschen durch starke erlebbare Bilder verarbeitet. Unsere Mittel sind Musik – Klang – Stimme – Wort – Raum – Licht – und hier nicht zuletzt die Gewalt der Architektur eines ehemaligen Heizkraftwerks.
In unserem Fall handelt es sich um ein für diesen Raum erfundenes Stück Musiktheater, bestehend aus verschiedenen Fragmenten: Einem Oratorium von Schubert, das er nicht zu Ende geschrieben hat und das Schauspielstück „The Blind“ des NYer Autors Richard France, das sich mit den Gefühlen und Gedanken eines Schwerverbrechers auseinandersetzt, dem unverhofft ein Leben vergönnt wurde, da er an Stelle von Jesus von Nazareth in letzter Sekunde begnadigt wurde. Er verleiht uns mitunter eine sehr humorvolle Note. Der Komponist Alexander Strauch entwickelt an diesen Stellen im Stück seine eigene Klangsprache aus den Musik-Instrumenten im Raum. Die Musiker-Besetzung haben wir eigens für diesen Raum entwickelt: Drei B-Flügel, zwei Klarinetten und drei Posaunen.
- Was haben die Texte des amerikanischen Schauspielers, Autors und Filmemachers Richard France damit zu tun?
Richard France hat ein Meisterwerk geschrieben.
Der Zweifel über das Leben bestimmt das Werk von Richard France. Die Figur des Barrabas wird von drei verschiedenen Schauspielern der Bayerischen Theaterakademie August Everding gespielt, die verschiedene Aspekte der Figur beleuchten.
Überleben? Weiterleben? Der Schwerverbrecher Barabbas befragt seine ganze Existenz nach der Begnadigung durch Pilatus:
Ihn hat man also laufen lassen: Aus ihm also soll die Menschheit nun bestehen? Warum?
Das Stück behandelt humorvoll aber auch gewaltig aktuelle Fragen in unserer Gesellschaft, die gefährliche Macht von Glaube und Hoffnung, die Kritik am Kapitalismus und Messianismus und auch eine ganz große Unsicherheit, die Barbaras zu verstecken versucht.
- Das Atrium ist ein gewaltiger Raum: Welches kreative Potenzial löst er in Dir aus, wenn es um die Inszenierung einer Oper geht?
Die Gewalt des großen Raumes führten mich zum Thema und die Gespräche mit Joachim Tschiedel schließlich zur gemeinsamen Stückidee.
Man stelle sich die Kräfte vor, für die das Kraftwerk konstruiert wurde. Das strahlt der Raum auch aus. Was ist die Stärke wert, was ist überhaupt Stärke im Leben angesichts unserer Vergänglichkeit.
Dramatugie-Studentinnen Lea Vaterlaus und Annabell Strobel von der Theaterakademie verfasst haben, wie ich finde sehr prägnant und treffend. Diesen Taxt hat die PR Abteilung im Prinzi vorliegen meines Wissens:
Sterben, auf(er)stehen, weiterleben – wie geht man mit der eigenen Sterblichkeit um? Im Angesicht von Kriegen, Krankheit und Klimakrise rückt diese Frage bedrohlich nah. Wer muss sterben, wer darf leben? In Franz Schuberts unvollendeter Kantate Lazarus steht ein Sterbender vor der Rückkehr ins Leben. Das Werk bricht jedoch vor der Auferstehung ab. Barrabas, einem verurteilten Mörder, wird in Richard Frances Monodrama The Blind ein neues Leben geschenkt, an welchem er jedoch verzweifelt. Regisseurin Martina Veh und Komponist Alexander Strauch verbinden die Fragmente und fragen nach Schuld, Erlösung und Gerechtigkeit in einer zerrissenen Welt.
Sterben, auf(er)stehen, weiterleben – wie geht man mit der eigenen Sterblichkeit um? Franz Schuberts Lazarus endet vor der Auferstehung, Barrabas verzweifelt in Richard Frances The Blind am geschenkten Leben. Regisseurin Martina Veh und Komponist Alexander Strauch verbinden die Fragmente und fragen nach Schuld, Erlösung und Gerechtigkeit in einer zerrissenen Welt. von Lea Vaterlaus und Annabell Strobel
Interview zu LAZARUS oder die Feier der Auferstehung
an Martina Veh (Inszenierung)
- Worum geht es in „Lazarus“?
Es geht um das Lieben, Leben, Leiden angesichts unserer Sterblichkeit. Wir begegnen heutigen Charakteren, die sich im Kontext von Krieg, Krankheit, Klimakrise und dem Verlorensein in einer „überladenen“ Welt wiederfinden. In Franz Schuberts unvollendetem Oratorium LAZARUS steht ein Sterbender vor der Rückkehr ins Leben.
Schubert war 23 Jahre alt als er dieses Werk schrieb. Die Musik ist von tiefer Romantik geprägt und von unfassbarer Schönheit! Unwirklich schön. Mit der Romantik ist eine Art Todessehnsucht verbunden. Allerdings bricht Schuberts Musik vor der Auferstehung ab – Man sagt, dass einige Notenblätter bei einem Fischhändler gerettet werden konnten, bevor sie als Einwickelpapier verwendet wurden.
Vielleicht gab es sie auch, diese Musik zur Auferstehung, nur sind sie einfach zwischen Fischresten verrottet?
Auch unsere Darsteller, die Studenten der Bayerischen Theaterakademie im Fach Operngesang und Schauspiel sind etwa 23 Jahre alt und befassen sich mit der Frage nach der Hoffnung und den Sehnsüchten in unserem Leben.
- Es ist keine klassische Oper, sondern mit „Opern-Performance“ überschrieben. Was meint das?
Mit diesem Wort ist ein Musiktheater gemeint, das sich nicht nur an den Verstand wendet, sondern das Emotionale in uns Menschen durch starke erlebbare Bilder verarbeitet. Unsere Mittel sind Musik – Klang – Stimme – Wort – Raum – Licht – und hier nicht zuletzt die Gewalt der Architektur eines ehemaligen Heizkraftwerks.
In unserem Fall handelt es sich um ein für diesen Raum erfundenes Stück Musiktheater, bestehend aus verschiedenen Fragmenten: Einem Oratorium von Schubert, das er nicht zu Ende geschrieben hat und das Schauspielstück „The Blind“ des NYer Autors Richard France, das sich mit den Gefühlen und Gedanken eines Schwerverbrechers auseinandersetzt, dem unverhofft ein Leben vergönnt wurde, da er an Stelle von Jesus von Nazareth in letzter Sekunde begnadigt wurde. Er verleiht uns mitunter eine sehr humorvolle Note. Der Komponist Alexander Strauch entwickelt an diesen Stellen im Stück seine eigene Klangsprache aus den Musik-Instrumenten im Raum. Die Musiker-Besetzung haben wir eigens für diesen Raum entwickelt: Drei B-Flügel, zwei Klarinetten und drei Posaunen.
- Was haben die Texte des amerikanischen Schauspielers, Autors und Filmemachers Richard France damit zu tun?
Richard France hat ein Meisterwerk geschrieben.
Der Zweifel über das Leben bestimmt das Werk von Richard France. Die Figur des Barrabas wird von drei verschiedenen Schauspielern der Bayerischen Theaterakademie August Everding gespielt, die verschiedene Aspekte der Figur beleuchten.
Überleben? Weiterleben? Der Schwerverbrecher Barabbas befragt seine ganze Existenz nach der Begnadigung durch Pilatus:
Ihn hat man also laufen lassen: Aus ihm also soll die Menschheit nun bestehen? Warum?
Das Stück behandelt humorvoll aber auch gewaltig aktuelle Fragen in unserer Gesellschaft, die gefährliche Macht von Glaube und Hoffnung, die Kritik am Kapitalismus und Messianismus und auch eine ganz große Unsicherheit, die Barbaras zu verstecken versucht.
- Das Atrium ist ein gewaltiger Raum: Welches kreative Potenzial löst er in Dir aus, wenn es um die Inszenierung einer Oper geht?
Die Gewalt des großen Raumes führten mich zum Thema und die Gespräche mit Joachim Tschiedel schließlich zur gemeinsamen Stückidee.
Man stelle sich die Kräfte vor, für die das Kraftwerk konstruiert wurde. Das strahlt der Raum auch aus. Was ist die Stärke wert, was ist überhaupt Stärke im Leben angesichts unserer Vergänglichkeit.












